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Vom Selbstbewusstsein des Universums

 

Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass sich das Universum seiner selbst bewusst ist. Es ist einfach da und handelt nach dem Gesetz und der Logik seiner “Natur”. Wir jedoch können das All, das Nichts, die Materien etc zum Gegenstand unerer Forschung machen, und es sind vielleicht nur wir, die sich dieses Prozesses bewusst werden können. Unvorstellbar dass eine Galaxie sich selbst zum Gegenstand ihrer Forschung machen würde. Es ist uns zugefallen als eine Art von Projekt, wahrzunehmen, dass sie da ist und dass wir ein Teil von ihr sind. Vielleicht sind wir die einzigen in diesem unvorsstellbar unendlich grossen Kosmos, die all das wahrnehmen und aussprechen können, dass es überhaupt existiert, dass es da ist. Wir können sogar die Frage stellen, ob es einen Zweck und Sinn hat. Aber man kann es auch so ausdrücken: wir sind nichts anderes als Teil dieses Ganzen, das sich letztendlich so weit entwickelt hat, dass es sich seiner selbst bewusst werden kann. Dennoch, und das ist das Dilemma, ist das Ganze so viel grösser als wir je erfassen und verstehen können, und so hat dieses Selbst-Bewusstsein einen grossen Mangel: Es muss konstatieren, dass wir da sind und dass wir Teil eines Ganzen sind, aber es muss gleichzeitig konstatieren, dass wir von diesem Ganzen letztendlich keine Ahnung haben, obwohl wir es aufs akribischste studieren, und dass die Antwort darauf nie frei sein kann von Terror und Erschrecken.

Trost? Ja, die Freude am Da- und Dabei-sein und am Studieren. Wenn nan das Erschrecken einigernassen gemeistert hat, dann kann es ja sehr spannend und faszinierend zugehen. Wenn dann noch ein bisschen Liebe dazukommt, zu diesen Ganze, zu anderen und zu sich selbst, bleibts